Unsere besten Tipps für einen umweltbewussten Strandurlaub

Sommer, Sonne, Strand - das hört sich einfach himmlisch an und solange das Wetter mitspielt, ist es das auch. Allerdings kann so ein Strandurlaub doch immer auch eine kleine Belastung für unsere Gewässer sein. Die meisten Utensilien, die wir am Strand dabei haben, bestehen aus Plastik, selbst in der Sonnencreme kann Mikroplastik enthalten sein. Und so gelangt durch einen Strandurlaub insgesamt leider relativ viel Plastik in unsere Meere. Doch, wie in allen anderen Bereichen des Lebens auch, kann auch ein Strandurlaub nachhaltig gestaltet werden. Wie genau das funktioniert und worauf man dabei achten kann, haben wir euch hier mal zusammengestellt :).

Flip-Flops und Sonnenbrillen ganz ohne Plastik 

Viele unserer Accessoires, die wir mit an den Strand nehmen, bestehen zum Großteil aus Plastik. Das ist zwar meist die preiswerteste Wahl, aber leider nicht die umweltfreundlichste. So sind Flip-Flops aus Plastik beispielsweise nicht nur schädlich für die Umwelt aufgrund der Herstellung von Plastik und der Entsorgung, sie enthalten zusätzlich noch gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe. Doch inzwischen gibt es für alle Strandaccessoires nachhaltige und stylische Alternativen. So bekommt ihr sehr schöne Flip-Flops beispielsweise auch aus Naturkautschuk oder Kork. Gute Marken sind hier unter anderem As Portuguesas und Ethletic. Und auch bei Sonnenbrillen könnt ihr ohne Probleme von Plastik auf natürliche Materialien, wie Holz oder Bambus umsteigen. Besonders geeignet für den Strandurlaub sind zum Beispiel die Sonnenbrillen von Bewoodz, denn diese bestehen nicht nur aus FSC-zertifiziertem Holz, sondern sind auch so leicht in ihrem Gewicht, dass sie auf dem Wasser schwimmen können und somit nicht plötzlich im Meer verschwunden gehen.

Meeres-schonende Sonnencreme

Sonnencreme beim Strandurlaub ist unumgänglich. Jedoch sollte bei der Wahl der Sonnencreme gut auf die Inhaltsstoffe geachtet werden, denn manche Sonnencremes beinhalten chemische UV-Filter, wie Oxybenzon oder Octinoxat. Diese sind schädlich für Korallen und Einzeller in unseren Meeren und gefährden deren Existenz. Wenn wir uns nun also im Strandurlaub pflichtbewusst, um Hautkrebs zu vermeiden, mit Sonnencreme eincremen und anschließend ins Wasser gehen, tragen wir somit die umweltschädlichen Substanzen ins Wasser mit hinein. So gelangen jährlich etwa 14.000 Tonnen Sonnencreme in unsere Meere. Das soll jetzt unter keinen Umständen bedeuten, dass in Zukunft auf Sonnencreme verzichtet werden muss, zum Schutz unserer Meere. Allerdings sollten die Inhaltsstoffe vor Kauf genau durchgelesen werden und lieber zu Sonnencreme mit mineralischen UV-Filtern wie Zinkoxid oder Titanoxid gegriffen werden :).

Bademode

Üblicherweise besteht Bademode gänzlich aus Nylon oder Polyester, sprich aus synthetischen Textilfasern. Im Wasser können diese unter Umständen Fasern verlieren, sodass man bei einem Badeurlaub unbewusst zum Mikroplastikproblem im Meer beiträgt. Das lässt sich leider auch nicht ganz vermeiden, da Bademode aus Naturfasern einfach untauglich für den Gebrauch sind. Allerdings gibt es inzwischen viele Hersteller, die bei der Produktion von Bademode zu recyceltem Material greifen, sodass zumindest kein neues Plastik in die Umwelt kommt. So gibt es beispielsweise schöne Bademode hergestellt aus alten Fischernetzen, wie es unter anderem die Marke Econyl anbietet. Mymarini dagegen nutzt Plastik, das aus den Meeren gefischt wird, um anschließend daraus nachhaltige Bademode zu produzieren. Falls ihr dennoch so gut wie möglich auch von recyceltem Plastik wegkommen wollt, findet ihr bei Frija Omina schöne Bademode, die zum Teil aus Nylon, gewonnen aus alten Fischernetzen, und zum anderen Teil Bio-Baumwolle besteht :).

Ein Strand ohne Plastikflaschen

In Deutschland haben wir das große Glück, dass wir problemlos unser Leitungswasser trinken und somit Wasser aus Plastikflaschen umgehen können. Das ist jedoch nicht in jedem Land möglich und so fühlt man sich an manchen Orten dazu gezwungen zur Plastikflasche zu greifen, um am Strand nicht zu dehydrieren. Damit dennoch der Plastikverbrauch hierbei gering gehalten wird und man auch nicht aus Versehen seine Plastikflasche am Strand vergisst, lohnt es sich im Supermarkt zu dem größten Wasserkanister zu greifen, der angeboten wird. So könnt ihr Wasser ganz einfach in eure eigene Trinkflasche umfüllen, verbraucht weniger Plastik und müsst keines mit an den Strand nehmen. 

Aktiver Strandurlaub

Ein Strandurlaub dient oftmals zur absoluten Entspannung, man liegt viele Stunden am Tag dort, geht ab und zu ins Wasser und lässt es sich einfach gut gehen. Eine gute Abwechslung, um ein bisschen Aktivität reinzubekommen, wäre doch mal bei einem lokalen Beach Clean-Up teilzunehmen, so könnt ihr den Strand genießen, dafür sorgen, dass er auch noch weiterhin genießbar ist und Umweltverschmutzung aktiv vermeiden. Außerdem kommt ihr so mit vielen neuen Leuten in Kontakt und lernt auch Locals kennen :). Wer das ganze besonders intensiv machen möchte, kann sich auch überlegen den kompletten Urlaub einfach in einen Umweltschutzurlaub zu verwandeln, indem ihr beispielsweise für mehrere Tage oder Wochen an einem Wasserschutzprojekt teilnehmt.

Naturschutzgebiete

Manchmal sind die Strände in Urlaubsgebieten einfach so überfüllt, dass man einfach nur fliehen möchte, an einen leeren, naturbelassenen Strand, wo das Wasser noch schön klar ist und man die Ruhe genießen kann. Doch bevor ihr diesem Fluchtdrang nachgeht, informiert euch am besten darüber, wo sich in eurer Umgebung Naturschutzgebiete befinden, damit ihr nicht aus Versehen dort schwimmen geht und den geschützten Lebensraum von Flora und Fauna stört :).