Dein Start in ein plastikfreies Leben - Schritt 1-5

 

Viele Menschen wollen aktuell Ihr Leben plastikfreier gestalten und auch als Einzelperson etwas gegen die vielen Probleme unternehmen, welche mit dem unachtsamen Umgang mit Kunststoffen entstehen.
Aber natürlich ist es, wie jeder Einstieg, nicht einfach und man muss vor allem auch nicht immer ALLES ändern, sondern kann das Projekt auch Schritt für Schritt angehen. 

Lasst uns deswegen Zusammen Schritt für Schritt plastikfreier werden. :) 

1. Einkaufstüten auf Stoff verwenden 

Anstatt immer wieder Plastiktüten zum Einkaufen zu verwenden, einfach seine eigenen Taschen aus Stoff mitnehmen. Das machen ja bereits viele für den Einkauf im Supermarkt, aber man kann das Ganze auch machen, wenn man zum Beispiel Klamotten oder Schuhe einkaufen geht.

Anfangs kann es natürlich vorkommen, dass man die Tasche oder vielleicht den Korb mal vergisst, aber irgendwann gewöhnt man sich daran und man hat immer etwas dabei, damit man keine Plastiktüten mehr nehmen muss.

Hier lohnt sich beispielsweise auch ein Obstnetz, da es ja oft noch kleine Plastiktüten für das Obst im Supermarkt gibt. :) 

Fakt: Für Plastiktüten in Deutschland werden jährlich ca. 260 Millionen Liter Erdöl gebraucht und jeder produziert dadurch im Schnitt 1,3 kg Plastikmüll pro Jahr. Man beachte Plastiktüten sind sehr leicht!


2. Coffee to Go im eigene Becher 

Viele von euch holen sich sicher ab und zu einen kleinen Muntermachen beim Kaffee um die Ecke.
Anstatt sich hier aber einen Plastik-to-Go-Becher mitzunehmen, gibt es tolle Alternativen, welche ihr wieder verwenden könnt. Einfach morgens in die Arbeits- oder Unitasche packen und schon hat man immer einen Becher für den Kaffee dabei.

Fakt: To-Go-Becher produzieren alleine in Deutschland jährlich 55.000 Tonnen Plastikmüll und werden in der Regel nur 10 Minuten genutzt. 

3. Second Hand Kleidung 

Klamotten muss man nicht immer neu und vor allem nicht online kaufen. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum Einen müssen weniger Klamotten produziert werden, wenn ich gut erhaltene Klamotten länger anziehe indem ich sie von jemand anderem übernehme. Zum Anderen sind die meisten neuen Klamotten, auf Ihrer Reise immer in Plastik eingepackt, sowohl beim Online Shopping, als auch im Laden.

Fakt: Die Emissionen, welche durch die Herstellung von Polyesterfasern, freigesetzt werden, sind genauso hoch wie die von 186 Kohlekraftwerken im Jahr oder die Menge an Kohlenstoff der in einem Jahr in 243 Millionen Hektar Wald gespeichert wird (ca. die Größe Algeriens). 


4. Einkauf in Unverpacktläden 

Wenn man plastikfrei leben will sind Unverpacktläden natürlich einen tolle Anlaufstelle.

Hier findet man alles Wichtige für den Alltag, auch Lebensmittel, und das komplett ohne Plastikverpackungen.
Mittlerweile gibt es auch schon viele Läden in Deutschland, welche sich natürlich über Jeden freuen und welche man unbedingt unterstützen sollte, damit es auch in Zukunft immer mehr Läden gibt.

Hier eine kleine Liste: https://utopia.de/ratgeber/unverpackt-laden-verpackungsfreier-supermarkt/

Fakt: Nach einer Studie gehen aktuell nur etwa 10% der Konsumenten ein mal pro Woche in einem Unverpacktladen einkaufen. 

Unverpacktläden unterstützen

5. Nachhaltiges Waschen

Okay gebe zu, kleiner Punkt in eigener Sache! Aber auch nachhaltiges Waschen ist eine super einfache Anpassung deines Alltags mit großer Wirkung.

Zum Einen sollte man natürlich darauf achten nur so oft zu Waschen wie nötig und vor allem die richtige Dosiermenge einzuhalten.

Zum Anderen produzieren herkömmliche Waschmittel Unmengen an Plastikmüll, aufgrund der Größe und des Gewichts hohe Emissionen im Transport und haben oft Inhaltsstoffe, welche für Mensch und Umwelt negative Folgen haben. 

Zum Glück gibt aber auch hier bereits verschiedene Waschmittelalternativen, sei es in Pulverform oder als Blättchen, wie die von Kuno. Leicht, ohne umweltschädliche Inhaltsstoffe und vor allem plastikfrei. Einfach abreißen und mit in die Trommel! 

Fakt: Alleine in Deutschland werden jedes Jahr 175 Millionen Waschmittel-Plastikflaschen in den Müll geschmissen. Das entspricht 29 Millionen Kilo Plastikmüll! 

Flüssigwaschmittel schlecht für die Umwelt